Stadtverband Löhne

13.07.2017, 11:01 Uhr
 
Auf Grundschulgelände könnten Wohnungen entstehen - Die CDU stellt der Verwaltung Fragen zur Nutzung der ehemaligen Schule Löhne-Bahnhof an der Von-Humboldt-Straße. Wie das Gebäude genutzt werden kann, steht noch nicht fest, Ideen sind da
Das Schulkarussell hat sich in Löhne gedreht. Als die Hauptschule Löhne-West ausgelaufen ist, ist dort die Städtische Realschule eingezogen. In deren freien Räumen an der Königstraße ist nun die Grundschule Löhne-Bahnhof. Deren ehemaliges Gebäude stand erst Monate leer und ist seit Februar zum Übergangsquartier des AWO-Kindergartens In den Tannen geworden. Die CDU fragt im Rat, was mit dem Gebäude zukünftig passieren soll. Kurz- und mittelfristig hat die Verwaltung noch keine Pläne für die ehemalige Grundschule. Bis Ende September nutzt die Kita das Gebäude noch, da das AWO-Haus in Gohfeld Schäden am Dach aufweist, die erst repariert werden müssen. Dann wird es wieder leer stehen. Denn auch "konkrete langfristige Planungen bestehen noch nicht", so die Verwaltung.
In Betracht käme der Standort "auf jeden Fall für die Entwicklung von zentrumsnahem Wohnen". Aktuell laufe eine Bestands- und Bedarfsanalyse sozialer Mietwohnungen und kostengünstiger Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt der Stadt. "In Abhängigkeit von den Ergebnissen kann dieser Standort auch für den Mietwohnungsbau vorgesehen werden", heißt es in der Mitteilungsvorlage. Mit den Ergebnissen ist im Spätherbst zu rechnen. Ebenfalls will die CDU wissen, ob die Querungshilfen in der Von-Humboldt-Straße nötig seien, oder ob ein Rückbau möglich wäre. Generell führt der Straßenbaulastträger, in diesem Fall ist es die Stadt, Querungshilfen als "straßenbauliche Maßnahmen" nach eigenem Ermessen aus. Es kann etwa ein Element der Straßenraumgestaltung sein. Die Verkehrsbehörde ist dann beteiligt, wenn verkehrliche Aspekte oder Verkehrssicherheitsaspekte eine Rolle spielen. Nach Kenntnis der örtlichen Verkehrsbehörde handelt es sich in der Straße nicht um eigentliche Querungshilfen heutiger Art, sondern um sogenannte "Aufpflasterungen", wie sie von der Straßenverwaltung bis vor Jahren noch in "verkehrsberuhigten Zonen/Tempo-30-Zonen" als Element der Geschwindigkeitsdämpfung gern und reichlich (zum Leid der Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst) gebaut wurden. "Solange hier die Grundschule war, konnten diese Aufpflasterungen sicherlich hilfreich sein für die Grundschüler. Ob eine solche Straßenquerungshilfe auch zukünftig sinnvoll und nützlich ist, hängt von der Art der Nutzung des Schulgebäudes ab", informiert die Stadt. Ansonsten tragen sie sicher zur Geschwindigkeitsreduzierung innerhalb einer Tempo-30-Zone bei. Aus Sicht des Feuerwehr- und Rettungsdienstes sind sie eher "von Übel". © 2017 Neue Westfälische 13 - Löhne und Gohfeld, Donnerstag 13. Juli 2017

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