CDU Löhne: Sicherheit hat höchste Priorität

Erster Bürgerdialog der CDU widmet sich der Einbruchprävention

Mit einem Impulsreferat zum Schutz vor Einbruch hat der erste Bürgerdialog der CDU in der Musikschule Löhne den Diskurs über Sicherheit vor Ort eröffnet. Neben Erfahrungen und Empfehlungen aus Sicht der Kriminalpolizei ging es vor allem darum, die Bürger zu hören und ihre Sorgen als Auftrag mitzunehmen in die Politik.

»Viele Bürger fühlen sich von der Politik nicht mehr richtig verstanden. Das wollen wir ernst nehmen und auf lokaler Ebene Anknüpfungspunkte suchen, wo der Schuh drückt«, sagte Harald Ernst, Kreisgeschäftsführer der CDU aus Herford, gegenüber dieser Zeitung. Der Kreisvorstand habe das Konzept der Bürgerdialoge entwickelt, um Themen wie Sicherheit, Rente, Energie, Bildung und Sicherheit an der Basis zu diskutieren. In Kooperation mit der CDU in Löhne sei das Fachreferat von Kriminalhauptkommissar Heiko Schäfer als Auftaktveranstaltung gewählt worden. »Wir wollen niemandem Angst machen, denn durch effektiven Schutz kann man viel zur eigenen Sicherheit beitragen«, sagte Ernst. Der Spezialist für Präventionsarbeit der Kreispolizeibehörde konfrontierte jedoch gleich zu Beginn die Besucher mit knallharten Zahlen: Die Einbrüche im Kreis Herford seien von 224 im Jahr 2009 auf 562 in 2016 gestiegen; 2017 habe es dagegen einen Rückgang auf 396 Haus- und Wohnungseinbrüche gegeben, sagte Heiko Schäfer. »Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Haus sicher ist: Rufen Sie uns an«, ermunterte Schäfer die Zuhörer. »Wir kommen zu Ihnen und checken die Gegebenheiten vor Ort. Und zwar kostenlos.« Umfassend erklärte er unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen an Türen und Fenstern, diskutierte den Nutzen von optisch-akustischen oder digitalen Warnsystemen und gab Tipps zum richtigen Verhalten in einer Einbruchssituation. »Weiterhin gibt es das Netzwerk ›Zuhause sicher‹, das sich für die Verbesserung von Einbruch- und Brandschutz einsetzt und auch qualifizierte Handwerksbetriebe empfiehlt, die Sie unterstützen können«, fügte Schäfer hinzu. Wichtig war es dem Kriminalkommissar, mit »gängigen Vorurteilen« aufzuräumen. »Man denkt, die Einbrecher kämen nachts. Nein, sie kommen am Tag, wenn Sie zur Arbeit sind«, sagte Heiko Schäfer. Auch sei die sogenannte zielgerichtete Tat, bei der es der Einbrecher aus bestimmten Gründen auf ein bestimmtes Haus abgesehen habe, mit einem Prozent aller Fälle in der absoluten Minderheit. »Die Mehrheit der Täter sind Gelegenheitstäter«, erklärte Schäfer. In diesem Zusammenhang zeigte er den Teilnehmenden anhand eines Videofilms, wie sich geübte Einbrecher sekundenschnell mit einfachstem Alltagswerkzeug durch ungeschützte Fenster oder Türen Zutritt zu einem beliebigen Haus verschaffen können. »Rüsten Sie mechanische Sicherheit an Türen und Fenstern nach. Räumen Sie freistehende Kletter- oder Einstiegshilfen weg. Und täuschen Sie gegebenenfalls Anwesenheit vor durch Beleuchtung in den Räumen«, riet der Polizeihauptkommissar abschließend, bevor er sich der Diskussion mit dem Publikum widmete.

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