Stellungnahme des CDU-Kreisverbandes Herford zur Bahnstrecke Bielefeld-Hannover

03.12.2020, 13:53 Uhr

Das Bundesverkehrsministerium hat mit dem Auftrag, fünf mögliche Trassenvarianten zu planen, den offiziellen Startschuss für den Aus-/Neubau der Bahnstrecke zwischen Bielefeld und Hannover gegeben.

Gleichzeitig beginnt damit auch die Beteiligung der Öffentlichkeit – so früh wie noch nie bei einem großen Verkehrsprojekt. Wir als CDU im Kreis Herford erwarten, dass das Verfahren mit der angekündigten Transparenz und den versprochenen Teilhabemöglichkeiten durchgeführt wird, damit die Interessen unserer Region Berücksichtigung finden.
 
Wir setzen uns dafür ein, dass die Variante ausgewählt wird, die die geringsten Eingriffe in Natur und Landschaft mit sich bringt. Eine Zerschneidung der Landschaft lehnen wir ab. Die neue Trasse sollte daher die bisherige Streckenführung von Bielefeld nach Bad Oeynhausen nutzen und erst dort von der Bestandstrecke abzweigen. So würde sie bereits nach wenigen hundert Metern an der A 2 entlanggeführt werden können. Eine Neubaustrecke bereits ab Bielefeld-Brake würde unzumutbare Beeinträchtigungen für Mensch, Natur und Umwelt mit sich bringen, aber einen relativ geringen zusätzlichen verkehrlichen Nutzen verbuchen können.
 
Wir gehen davon aus, dass auch mit der von uns bevorzugten Lösung die Verkürzung der Reisezeit zwischen Bielefeld und Hannover, die Einführung eines Deutschland-Takts und die Steigerung der Kapazität für den Regionalverkehr möglich sind. Wir sind uns sicher, dass dies für unsere Region ein wichtiger Pluspunkt wäre. Zudem ist eine Stärkung des Bahnverkehrs ein entscheidender Faktor für einen besseren Schutz unseres Klimas.