CDU-Kreisverband Herford

Würdige, freundliche und professionelle Begleitung in der letzten Lebensphase

Leiden lindern - Lebensqualität verbessern

Frauen Union und der Evangelische Arbeitskreis der CDU informieren sich über die Arbeit der "Hospizbewegung Herford e.V."
Die Referentin der Veranstaltung, die Koordinatorin  Dipl. Päd. Regine Graß, stellte zunächst die Hospizbewegung vor.

Sie berichtete: "Mit dem Begriff Hospiz verbinden wir seit der Antike Herbergen, in denen Reisenden Gastfreundschaft, Geborgenheit, Hilfe und Pflege zuteil wurden. Die moderne Hospizbewegung übernimmt diese Tradition: Sie bietet sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Lebensbeistand und Begleitung an - auch über den Tod hinaus. Hospizarbeit orientiert sich an christlichen Wertvorstellungen, ist aber unabhängig von konfessioneller Zugehörigkeit und offen für jeden Menschen. Hospizaufgaben sind auch: Einführung, Ausbildung und Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter in den Hospizdienst, Öffentlichkeitsarbeit durch Vorträge und Veranstaltungen, um in der Bevölkerung das Bewusstsein für Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zu wecken."

 "Wir sind Menschen aus unterschiedlichen Berufen, Altersgruppen und Konfessionen. Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen in ihrer Krankheit, im Sterben und in ihrer Trauer nicht allein bleiben müssen. Wir begleiten Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, Nationalität oder Art der Erkrankung. Die persönlichen Wünsche, Bedürfnisse und Vorstellungen des Sterbenden stehen für uns im Vordergrund: Wir besuchen und begleiten Sie, wo Sie es wünschen: bei Ihnen zuhause, im Alten- und Pflegeheim und im Krankenhaus, " so Regina Graß.

 "Wir besuchen Sie auch in der Zeit der Trauer. Wir bieten Unterstützung und Entlastung für Angehörige und Pflegende durch Anwesenheit am Krankenbett. Wir bemühen uns um ein möglichst schmerzfreies Erleben der letzten Lebensphase. Wir nehmen uns Zeit, um dazubleiben, miteinander zu reden, zuzuhören, vorzulesen oder zu schweigen. Selbstverständlich stehen wir unter Schweigepflicht. Wir arbeiten ehrenamtlich. Für Sie entstehen keine Kosten, " erläuterten Koordinatorin Regine Graß und die Begleiterinnen Christel Struthoff und Ingried Bott.  

 Die Hospizbewegung Herford e.V. sei als gemeinnütziger Verein anerkannt. Die Begleiterinnen arbeiten ergänzend zu den schon behandelnden und begleitenden Diensten. Die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen stehe bei

 den 26 Begleiterinnen und 1 Begleiter im Vordergrund. Tötung auf Verlangen werde abgelehnt. Es gehe vielmehr darum, die Lebensqualität  zu verbessern und wiederherzustellen. Der diesjährige Bürgerpreis der FDP ging an die Hospizbewegung Herford e.V., die seit 1993 besteht und von Spenden lebt. "Alle Begleiterinnen werden regelmäßig weitergebildet und erhalten Supervisionen",  erklärte Christel Struthoff.

 Friedhelm Eickmann, stellvertretender Vorsitzende des EAK, würdigte die Arbeit der Hospizbewegung: "Die selbstlose Arbeit der Begleiterinnen ist überzeugend. Schwerkranken, Sterbenden und ihren Familien wird auf einfühlsame Weise geholfen."

 "In einer Zeit in der Krankheit und Tod verdrängt und tabuisiert werden", so Regina Schuller-Risken, "ist dieses Engagement ausdrücklich zu loben. Gerade in der letzten Lebensphase hat der Mensch Anspruch auf eine würdige, freundliche Begleitung."
 Es wäre schön, wenn möglichst viele Herforderinnen und Herforder die Arbeit der Hospizbewegung e.V. entweder passiv oder aktiv unterstützen würden: Hospizbewegung Herford e.V., Auf der Freiheit 13, 32052 Herford, Tel.: 05221/55105, Fax: 05221/998718
 Spendenkonto: 104 006 978, BLZ: 494 501 20, Sparkasse Herford

 Bildlegende:

 Von links: Regina Schuller-Risken (Vorsitzende FU), Jörg Haferkorn (Kreistagskandidat CDU), Stefan Schreck, Gunthild Kötter (Ratskandidatin Hiddenhausen), Maria Schütte, Renate Steinbach, Regine Graß (Koordinatorin Hospizbewegung Herford e.V.), Marianne Wippermann, Friedhelm Eickmann (stellvertretender Vorsitzende des EAK), Gudrun Schliebener (Kreistagskandidatin CDU), Ingried Bott (Begleiterin Hospizbewegung), Christel Struthoff  (Begleiterin Hospizbewegung), Beatrix Dreyer, Gisela Zurheide, Helmut Janz (Kreistagskandidat CDU), Marion Maw (Ratskandidatin Herford), Gabriele Schütte, Ursula Wittke (Gründungsmitglied Hospizbewegung), Elisabeth Schober