CDU-Kreisverband Herford

93. Kreisparteitag

Am 21.10.2008 wurde Christian Manz vom Kreisparteitag zum Kandidaten für das Amt des Landrates gewählt. Lesen Sie hierzu zwei Artikel aus der Neuen Westfälischen Zeitung und dem Westfalenblatt.
Neue Westfälische

 Von Corina Lass
Alle wollen Manz
CDU wählt den 54-Jährigen zu ihrem Kandidaten für die Curländer-Nachfolge

Kreis Herford. Die Kreis- CDU hat Christian Manz gestern Abend zum Kandidaten für das Landratsamt bestimmt. Erwartungsgemäß. Als der CDU-Kreisvorsitzende jedoch das Ergebnis verlas, ging ein erstaunt- erfreutes Raunen durch den Saal, das schließlich in lauten Beifall überging. 185 der stimmberechtigten 189 Anwesenden hatten gewählt. 185 Ja-Stimmen waren auf den Spenger Bürgermeister gefallen. "Ich freue mich auf das, was vor uns liegt", sagte ein strahlender Manz. Mitte August hatten bereits die Kreis-Liberalen Manz zu ihrem Kandidaten für das Landratsamt bestimmt, das zurzeit noch Lieselore Curländer (CDU) inne hat, die aus aus privaten Gründen aber nicht mehr kandidieren will. Bollenbach hatte sich auf Kandidaten-Suche gemacht. Der Kreisvorsitzende bedankte sich bei allen Stadt- und Gemeindeverbänden und auch bei seinem Kreisvorstand dafür, dass sie ihm dabei weitestgehend freie Hand gewährt hatten.

 Und er war schon vor der Wahl von Manz überzeugt, ein glückliches Händchen gehabt zu haben: "Christian Manz ist der Beste für dieses Amt", sagte Bollenbach und verwies auf die mehr als 70 Prozent der Stimmen, mit denen der Spenger Bürgermeister 2004 in seinem Amt bestätigt worden war. Mit diesem Ergebnis ist er der beliebteste Bürgermeister im gesamten Kreis. Und der dienstälteste, wie Manz selbst betonte. Die Kandidatur für das Landratsamt bedeutet ein Ende seiner Tätigkeit als Bürgermeister. Dies müsse so sein, schon weil man deutlich machen müsse, dass man seine Entscheidungen mit einer ganz klaren Zielrichtung und ohne Rückfahrkarte treffe, sagte Manz. Alles andere "würden die Menschen im Kreis Herford ebenso wenig verstehen, wie diejenigen, die uns in Spenge in den letzten Jahren getragen haben". In seiner Ansprache vor dem Kreisparteitag präsentierte sich Manz als Politiker, der für die Menschen da und ihnen nahe ist, der sie zu lieben und wertzuschätzen gelernt habe. "Das halte ich für unverzichtbar." Ein CDU-Programm legte Manz nicht vor, das sei Sache der Kandidaten für das Kreisparlament. Eine klare Absage erteilte er jedoch neuen "verteilungsorientierten und ideologisch- politischen Kräften, falls diese in die Kommunalparlamenteeinziehen".

  

Drei,die sich freuen: Der frisch gekürte ChristianManzmitBlumenstrauß, Chris Bollenbach (l.), der ihn als Kandidaten gefunden hatte, undStephen Paul, der Fraktionsvorsitzende der Kreis-FDP, dieManz ebenfalls unterstützt. Foto: Corina Lass
 
Westfalenblatt 

 Von Peter Schelberg
100 Prozent-Votum für Christian Manz

H e r f o r d (HK). Klarer kann ein Vertrauensbeweis nicht ausfallen: 185 wahlberechtigte CDU-Mitglieder gaben gestern Abend beim Kreisparteitag in Herford ihre Stimme ab - und 185 votierten für Christian Manz. Damit ist der Spenger Bürgermeister jetzt gemeinsamer Landratskandidat der CDU und der Liberalen im Kreis Herford. Im Stadtpark-Schützenhof hatte CDU-Kreisvorsitzender MdL Chris Bollenbach den 54-jährigen Verwaltungschef zuvor unter dem Beifall der 189 Delegierten als »zukünftigen Landrat« begrüßt. »Der Kreis Herford steht gut da«, bilanzierte Bollenbach mit Blick auf die seit 1999 bestehende bürgerliche Mehrheit im Kreistag. Vieles sei mit der FDP auf den Weg gebracht worden. »Doch viele Aufgaben liegen auch noch vor uns«, unterstrich der Kreisvorsitzende mit Blick auf die Finanzmarktkrise. Eine der wichtigsten Aufgaben für die Politik werde die zunehmende Überalterung der Gesellschaft sein: »Der demografische Wandel muss von uns aktiv mitbegleitet werden.« Mit dem gemeinsamen Landratskandidaten von CDU und FDP werde das bürgerliche Lager im Kreis weiter gestärkt: »Christian Manz ist der Beste für dieses Amt«, betonte Bollenbach unter dem Beifall der Teilnehmer im Saal. Manz sei der beliebteste Bürgermeister im Kreis und er sei sicher, dass mit ihm an der Spitze »im Kreishaus wieder mehr Vertrauen in den Kreis Herford insgesamt entstehen wird«. Als ihm die Kandidatur angetragen wurde, sei er »platt« gewesen, räumte Spenges Bürgermeister in seiner Vorstellungsrede ein. Doch habe er angesichts dieser großartigen Offerte »sehr freudig und sehr offen Ja gesagt«. Nun gelte es, den Menschen im Kreis das Votum entgegenzubringen. Angesichts der politischen Arbeit von CDU und FDP in den vergangenen Jahren ist Manz aber sicher: »Wir hätten es verdient, dass wir weitermachen dürfen.« Zwar tue die eine Hälfte seines Herzens weh, weil die Bewerbung das Ende seiner Tätigkeit als Bürgermeister in Spenge bedeute. Doch schließlich sei Spenge Teil des Kreises Herford - mit vielen Anknüpfungspunkten auch für die Zukunft. Ein politisches Programm müsse nun gemeinsam mit der FDP in einem »kraftvollen Bündnis« entwickelt werden. Manz: »Ich bin überzeugt, es wird ein guter Weg - und ich möchte dabei der Wegbereiter sein.«