CDU-Kreisverband Herford

CDU Enger: CDU steht Beteiligung an E.ON Westfalen Weser offen aber auch kritisch gegenüber

CDU Enger diskutiert mit Detlef Jeretzky über E.ON-Rekommunalisierung

Enger. Detlef Jeretzky, Geschäftsführer der Herforder Stadtwerke und Mitglied der Verhandlungsgruppe zur Rekommunalisierung von E.ON Westfalen Weser informierte am Dienstag interessierte Bürger beim Stammtisch der CDU Enger. Er machte deutlich, dass der Altgesellschafter Herford vor allem Chancen in der vollständigen Rekommunalisierung des regionalen Stromversorgers sieht. E.ON Westfalen Weser 100%ige Effizienz sei von der Bundesnetzagentur bescheinigt und ein solch großer Netzbetreiber mit über 31.000 km Kabellänge hätte die besten Chancen, auch langfristig Erträge zu erzielen.
Karsten Glied (CDU-Fraktionsvorsitzender), Detlef Jeretzky (Geschäftsführer der Stadtwerke Herford), Frank Jaksties (CDU-Stadtverbandsvorsitzender)Karsten Glied (CDU-Fraktionsvorsitzender), Detlef Jeretzky (Geschäftsführer der Stadtwerke Herford), Frank Jaksties (CDU-Stadtverbandsvorsitzender)
Zahlreiche Nachfragen machen deutlich, dass die CDU Enger dem Vorhaben offen, aber kritisch gegenüber steht. "Als größtes Risiko sehe ich den Know-how-Transfer bei der Trennung vom E.ON-Konzern. Hier benötigen wir schnell Klarheit über Kontinuität an der Spitze des Unternehmens und in den Schlüsselpositionen. Außerdem stellt die offenbar geforderte Verknüpfung von Konzessionsvergabe und Anteilserwerb ein Problem da," erläutert Karsten Glied.

Die Faktenlage sei noch zu dürftig, um eine Entscheidung zu treffen erläutert der Fraktionsvorsitzender der CDU weiter. So sollen belastbare Verträge erst im März verfügbar sein. Dann werden hoffentlich auch Aussagen der Kommunalaufsicht zur Risikoeinschätzung der Beteiligung vorliegen, die derzeit nicht nur in Enger, sondern auch in 100 anderen Kommunen diskutiert wird.