Kirchlengern. Mitglieder der CDU-Fraktion und des CDU-Gemeindeverbandes Kirchlengern haben die Radwege in der Gemeinde Kirchlengern getestet. Hintergrund war der Hinweis eines Bürgers über den Zustand der Radwege innerhalb der Gemeinde. Um sich nun selbst ein Bild zu machen, fand man sich kurzfristig zusammen, um die Radwege einmal selbst in Augenschein zu nehmen.
Bild v.l. Manfred Wauschkuhn, Rüdiger Meier, Detlef Kaase, Dieter Bentrup, Edelgard Tödmann, Friedhelm Becker, Martina Kechlo, Klaus- Dieter MüllerDie Tour führte vom Rathaus über die Lübbecker Straße bis in den Ortsteil Häver und endete schließlich am Bahnhof Kirchlengern. Auf der Route fielen einige Dinge auf, die verbesserungswürdig sind. Die Oberflächen mancher Abschnitte sind in einem sehr unebenen Zustand. An anderen Stellen befinden sich Laternen mitten auf dem Radweg oder Verkehrsteilnehmer parken so, dass sie mit ihren Fahrzeugen die Radwege einengen.
„Manche Straßen und Wege, die vor Jahrzehnten gebaut wurden, sind überhaupt nicht für den Radverkehr konzipierte worden“, sagt CDU- Fraktionsvorsitzender Detlef Kaase. „Wir würden gerne den Zustand so schnell wie möglich verbessern. Allerdings sind an dieser Stelle Versprechungen aufgrund der knappen Finanzlage nicht seriös.“ CDU- Gemeindeverbandsvorsitzender Manfred Wauschkuhn ergänzte: „Wir wollen den Zustand der Radwege kontinuierlich verbessern. Zum Beispiel können Laternen, die teilweise recht unglücklich auf den Radwegen platziert sind, im Rahmen der kommenden Umrüstung auf Sparlampen versetzte werden. So kann nach und nach der Zustand der Radwege verbessert werden, ohne große zusätzliche finanzielle Mittel einzusetzen.“
Sowohl Detlef Kaase, als auch Manfred Wauschkuhn bekräftigten noch einmal ihren Willen die Radwege zu verbessern. Hier werden die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst genommen. Aus diesem Grund wurde auch von der CDU beantragt, dass das Thema Radwege auf die Tagesordnung des nächsten Bau- und Straßenausschusses gesetzt wird. Es wurde allerdings auch festgestellt, dass manche Dinge nicht durch bauliche Maßnahmen geändert werden können oder aufgrund der Gesetzeslage nicht durchführbar sind. In Bezug auf parkende Fahrzeuge auf den Radwegen, kann man nur alle Verkehrsteilnehmer auf ihre Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme hinweisen. Dies gilt auch bezüglich der Radfahrer in Hinblick auf die Fußgänger. Ein gegenseitiges Miteinader ist hier wünschenswert.
Kürzlich wurde der Radweg, der auf der Straße „Im Obrock“ geschaffen wurde, wieder entfernt. Hintergrund dafür ist die gesetzliche Vorgabe, dass durch den dort zuvor geschaffenen Radweg automatisch ein komplettes Parkverbot für den gesamten Straßenzug gegolten hätte. Somit hätten die Anwohner oder deren Besucher nicht mehr vor ihren Häusern parken können. Aus diesem Grund wurde der Radweg wieder entfernt.
Auf der weiteren Inspektion der Radwege wurden auch andere Dinge beobachtet. Im von der CDU initiiert und gegen den Widerstand der SPD geschaffenen Bürgerwald wurde festgestellt, dass alle dort gepflanzten Bäume angegangen sind. Der Wald selber wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Weiterhin war man sich einig, dass im Bereich der Straße „In der Heide“ die dort vorhandenen Obstbäume noch mit weiteren Bäumen, eventuell auch mit alten Sorten, erweitert werden sollen.
Letztendlich konnten sich die Teilnehmer ein gutes Bild über den Ist-Zustand der befahrenen Radwege machen. Es sind künftig noch weitere Touren in den anderen Ortsteilen der Gemeinde geplant, um sich ein noch umfassenderes Bild zu machen. Vom Bürgermeister Rüdiger Meier kam noch der Hinweis, dass jede Bürgerin und jeder Bürger festgestellte Mängel sofort an die Gemeinde Kirchlengern weitergeben kann. Über die Internetseite der Gemeinde Kirchlengern können in der Rubrik Rathaus / Schadensmeldung online, solche Mängel gemeldet werden.