CDU Herford: Die letzte Chancefür den alten Kaufhof?
Die Stadtentwicklung stand im Mittelpunkt des politischen Stammtisches, zu dem die CDU-Ortsunion Stiftberg/Friedenstal ins Stadthotel Pohlmann eingeladen hatte. »Sind Investitionen in die Stadt nur noch mit finanzieller Beteiligung der Kommune möglich?«, wollte zu Beginn der Diskussion Vorsitzender Hans-Joachim Koch von den Teilnehmern wissen.
Einig waren sich die Anwesenden, dass die jetzt von Bürgermeister Bruno Wollbrink vorgestellte Lösung für das Kaufhof-Areal von Vorteil für Herford sei. Demnach würde die Stadt zwei anliegende Grundstücke kaufen, um dem Investor, der dann den vollen Preis für das Kaufhof Areal zahlen würde, einen Zugang zum geplanten Einkaufszentrum zu ermöglichen. So würde aus der 1b-Lage eine 1a-Lage. »Allerdings darf das Preislimit beim Kauf der Grundstücke nicht überschritten werden«, stellte Ratsmitglied Bernd Großer fest. Und sollte es nicht zu einem Vertragsabschluss kommen, würde es der Stadt nicht noch einmal gelingen, einen Investor nach Herford zu holen und es bliebe ihr nichts anderes übrig, als den Kaufhof abzureißen und das Grundstücke als Parkplatz zu nutzen.Eine weitere Herausforderung, mit der die Stadt in den nächsten Jahren zu tun hat, ist die Konversion der britischen Kasernen. CDU-Ratsherr Hans-Henning Warnecke trat dafür ein, dass die Stadt »eine Trägergesellschaft auf die Beine bringt, die Erfahrung und die Befähigung, Gelder einzuholen, mitbringt.« Als sehr konstruktiv hatte er die Informationsveranstaltung erfahren, an der Anwohner, Kommunalpolitiker und Vertreter der Stadt- und Kreisverwaltung und auch der Wirtschaftsförderung teilgenommen hätten. Offen bleibt, was mit den rund 460 britischen Wohnungen geschieht, die im Gegensatz zu den drei Kasernen frei verkauft werden.