CDU-Kreisverband Herford

CDU Herford: "Mein Mann ist mein Ruhepol"

Zuhause bei CDU-Bürgermeisterkandidat Klaus Oehler und seiner Frau Katja

Es ist Zufall, dass wir uns ausgerechnet für den 30. April bei Klaus Oehler nach Hause eingeladen haben. Wir wollen den Privatmann Oehler porträtieren und haben - ohne es zu wissen - ein historisches Datum gewählt: Der Vorabend des 1. Mai ist ihr "Kennenlerndatum", wie Ehefrau Katja mit einem Lächeln verrät.

 

Klaus und Katja OehlerKlaus und Katja Oehler
Man merkt sofort: Die beiden sind ein liebendes Team. Ihr aktuelles Projekt: die Bürgermeisterkandidatur.
1998 sind sie sich beim Salzsiederfest in Bad Salzuflen zum ersten Mal begegnet. Zwei Jahre später kehrte die Bielefelder Textilhandelsvertreterin, die in Hamburg lebte, der Liebe wegen in ihre Heimatregion zurück. Nicht nur nach Herford, sondern gleich in sein Elternhaus am Fliederweg in Herford, wo Klaus das Dachgeschoss bewohnte und wo sie noch heute gemeinsam leben - mit Klaus? Mutter Ingrid im Erdgeschoss.
Für Ehefrau Katja - 2001 wurde standesamtlich und kirchlich geheiratet - war das nie ein Problem. "Seine Mutter hat uns immer Freiräume gelassen."
Katja merkte früh, dass für ihren Mann die Familie "immer eine wichtige Rolle gespielt hat", wie er selbst sagt. Besonders sein Vater Wolfgang, der 1991 starb, habe einen ausgeprägten Familiensinn gehabt.
Es sind drei Brüder: Klaus ist mit heute 44 Jahren der Benjamin, 11 Jahre jünger als der Arzt Reinhard und 14 Jahre jünger als Ulrich, mit dem er zusammen eine Rechtsanwaltskanzlei führt. "Das lässt einen immer der kleine Bruder bleiben", weiß er. Und es hat sein Verhältnis zu seiner heute 83-jährigen Mutter geprägt: "Sie sagt: Den ersten Sohn hab ich für Rechtsfragen, den zweiten für Gesundheitsfragen und den dritten für Herzensangelegenheiten".
Für das tägliche Mittagessen zuhause mit seiner Mutter bleibt allerdings im Wahlkampf keine Zeit mehr. Mutter Ingrid unterstützt die Kandidatur ihres Sohnes, wenngleich sie sich schmerzlich erinnern kann an die Enttäuschung ihres Mannes, als der 1989 gegen den SPD-Kandidaten Gerhard Klippstein verlor.
Und was sagen seine Brüder? "Sie haben sich beide sofort bei Facebook abgemeldet", lacht Klaus. Er findet es völlig in Ordnung, dass seine Brüder seine Kandidatur zwar gut finden, aber nicht eingebunden werden möchten. Sie haben unterschiedliche Temperamente, jeder lebt sein Leben.
Klaus Oehler ist ein eher zurückgenommener Typ, nicht laut. Er fühlt sich charakterlich gefestigt, was auch mit seiner "christlichen Verankerung" zu tun hat.
Ist er ehrgeizig? "Eigene Fehler verzeihe ich mir jedenfalls nur schwer". Er macht viel mit sich selbst aus, dann muss sie ihn bitten: "Sprich mit mir." Das hat er getan, als die Bürgermeisterkandidatur von der CDU an ihn herangetragen wurde. "Und Katja hat, wie so oft, gesagt: Wenn du das willst, machen wir das. Wenn, dann jetzt."
Diese Unterstützung, ihre Tatkraft, ihre "unglaubliche Zuverlässigkeit" - das schätzt Klaus Oehler an seiner Frau - vielleicht besonders im Wahlkampf.
Viel Zeit für Privates bleibt nicht im Moment. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist er nicht Ski gelaufen in diesem Winter (er läuft seit seinem 3. Lebensjahr) und auch ihr Oldtimer - ein MG Midget 1500 - muss in der Garage bleiben. "Eine anspruchsvolle Zeit", die sie aber auch genießen können. Und wenn es hektisch und Katja impulsiv wird, dann schafft er es, sie runter zu holen: "Mein Mann ist mein Ruhepol".