Über die Angebote des WWS-Nachbarschaftszentrums an der Lerchenstraße informierte sich am 28. August die CDU-Frauenunion der Stadt und des Kreises Herford.

„Wir sind sehr an Konzepten interessiert, die eine gute Alternative zu den klassischen Seniorenheimen darstellen“, betonte Regina Schuller-Risken, Vorsitzende der CDU-Frauen-Union im Kreis Herford. Vor rund 15 Gästen erläuterte WWS-Geschäftsführer Magnus Kasner, warum neue Wohnformen im Alter für die WWS Herford von besonderer Bedeutung sind. „Der größte Teil unseres Bestandes ist in den 1950er und 1960er Jahren gebaut worden. Viele Mieterinnen und Mieter der ersten Stunde wohnen immer noch bei uns. Unser Bemühen ist es, dass sie so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können“, sagte er. Claudia Gelhard, Leiterin der Abteilung Service und Vermietung, umriss die Entstehung des Nachbarschaftszentrums von der ersten Projektidee im Jahr 2007 bis zur Eröffnung Anfang 2009 und stellte die Besonderheiten des Konzeptes vor: „Die Bewohner haben einen normalen Mietvertrag und müssen keine Betreuungspauschale entrichten, sondern nur für Leistungen zahlen, die sie tatsächlich in Anspruch nehmen.“ Außerdem ging sie auf die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen ein, die von der WWS Herford im Quartier Amsel- und Lerchenstraße durchgeführt worden sind und zu denen auch die Schaffung von barrierearmen Zugängen zu den Erdgeschosswohnungen gehörte. „Der Wunsch, in der eigenen Wohnung alt werden zu können, kann nur erfüllt werden, wenn die Versorgungssicherheit rund um die Uhr vorhanden ist“, betonte Udo Ellermeier, Regionalgeschäftsführer des Ev. Johanneswerkes, das als Kooperationspartner der WWS Herford gewährleistet das Ev. Johanneswerk e. V. diese Sicherheit nicht nur für das Nachbarschafts-zentrum, sondern für das gesamte Quartier im Herforder Nordosten. „Wir bieten ein Rundumpaket für Menschen mit Hilfebedarf im Alter von 21 bis 98 Jahren“, berichtete die Pflegedienstleiterin Ute Scheele. Dazu gehöre die Krankenpflege und die Hilfe beim Waschen und Anziehen ebenso wie die Betreuung von Demenzkranken. Als einziger ambulanter Pflegedienst im Kreis Herford übernehme das Johanneswerk zudem die ambulante psychiatrische Pflege. Ihr Wunsch für die Zukunft: „Wir wollen möglichst viele Ehrenamtler gewinnen, die sich im Nachbarschaftszentrum engagieren.“