CDU-Kreisverband Herford

CDU Löhne: „Beheimatet und nicht integriert“

Heinrich Zertik informiert Löhner CDU über das \"Netzwerk Aussiedler\"

Gute Rahmenbedingungen für die heimische Wirtschaft zu schaffen und dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, ist eines der obersten Ziele von CDU-Bürgermeisterkandidatin Ricarda Hoffmann.  Viele Potenziale werden zur Zeit noch verschenkt durch die Nichtanerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse bzw. die zu lange bürokratische Bearbeitung dieser Anträge auf Anerkennung. Dies bestätigte auch die prominente Unterstützung aus Berlin, Heinrich Zertik, anlässlich des Stammtisches der Löhner Christdemokraten.

CDU-Chef Florian Dowe und Bürgermeisterkandidatin Ricarda Hoffmann freuten sich über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Heinrich Zertik (v.l.)CDU-Chef Florian Dowe und Bürgermeisterkandidatin Ricarda Hoffmann freuten sich über den Besuch des Bundestagsabgeordneten Heinrich Zertik (v.l.)
Zertik ist der erste russlanddeutsche Abgeordnete im Bundestag und stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe für Aussiedler, Vertriebene und deutsche Minderheiten.Er hob hervor: „Den Mangel an Fachkräften kann man auch dadurch beheben, dass das Wissen und die Berufserfahrung derjenigen genutzt wird, die hier leben und arbeitswillig sind. Migranten und Russlanddeutsche verfügen häufig über Fachabschlüsse, müssen aber zu lange auf ihre behördliche Anerkennung warten.“
Neben Themen wie gesellschaftlichem Engagement und demographischem Wandel war die Fachkräftesicherung zentrales Thema bei dem Gespräch zwischen Heinrich Zertik und der Löhner CDU. Selbst vor über 30 Jahren von Südkasachstan in den Kreis Lippe gezogen, weiß Zertik, welche Schwierigkeiten es gibt, sich in einer neuen Heimat zurechtzufinden. „Heinrich Zertik hat es seither zu seiner Lebensaufgabe gemacht, anderen Menschen, die nach Deutschland kommen, bei ganz alltäglichen Dingen zu helfen. Dieses vorbildliche Engagement lässt sich auch auf Löhne übertragen“, betont Ricarda Hoffmann. Von Behördengängen über Arztbesuche, Schul- und Sprachproblemen bis hin zur Arbeitsplatzsuche ist Heinrich Zertik seit Jahrzehnten den Aussiedlern in Lippe behilflich. Sein Verein „Freundschaft Druschba“ hat sich inzwischen einen so guten Namen gemacht, dass er Vorbild für den Austausch mit Aussiedlern und Migranten in anderen Kreisen ist und sich daraus sogar auf Bundesebene das „Netzwerk Aussiedler“ gegründet hat. „Mir liegen die Belange der Aussiedler und Menschen mit Migrations-hintergrund hier in Löhne sehr am Herzen, denn für sie und auch mit ihnen können wir noch viel gemeinsam für Löhne erreichen“, so Hoffmann, die sich zukünftig verstärkt für Menschen mit Migrationshintergrund einbringen wird. Die rund 4,5 Millionen Aussiedler, die seit 1950 nach Deutschland gekommen sind, zeigten in den vergangenen zehn Jahren großes politisches und gesellschaftliches Interesse. Integration, so Heinrich Zertik, sei nicht der richtige Begriff: „Ich spreche lieber von >beheimaten<“. Denn die Spätaussiedler hätten deutsche Wurzeln und Vorfahren und somit eine deutsche Identität.