Individualität wird bei Siematic groß geschrieben.
Nicht nur auf Kundenwünsche kann individuell eingegangen werden, mittlerweile erhalten auch die einzelnen Schränke jeder für sich ihre passende Verpackung. »Beeindruckend«, stellte
Bernd Stute, CDU-Landratskandidat, fest. Er war mit einer
Delegation zu Gast in demLöhner Familienunternehmen. »Einen Maßanzug für jeden Schrank«, nennt Produktionsleiter Heinz-Peter Tillmann, der die CDU-Kreisdelegation durch die Produktion von Siematic führt, diese besondere Form der Verpackung. Eine spezielle Maschine, die das Unternehmen vor gut einem Jahr anschaffte, verpackt die Schränke einzeln. Knickstellen und Einschnitte erleichtern das Anpassen an die Formen der Möbel.
Produktionsleiter Heinz-Peter Tillmann (von links) erklärt Florian Dowe, Bernd Stute, Tim Ostermann, Friedhelm Eickmann und Bernd Großer den Unterschied zwischen einer Spanplatte und einer mitteldichten Holzfaserplatte (MDF).So werde Material gespart und die Ware sei wesentlich besser geschützt, erklärt Heinz-Peter Tillmann. Auch der Löhner Bundestagsabgeordnete Tim Ostermann staunt nicht schlecht bei den scheinbar endlosen Bahnen an Pappe. Zu Beginn des Besuchs hatte er gestanden, noch nie im Betrieb gewesen zu sein – und das obwohl sein Vater jahrzehntelang bei Siematic gearbeitet hat. »Das ist wirklich beeindruckend. Da möchte man doch glatt eine neue Küche haben«, sagt Gunthild Kötter vom CDU-Kreisvorstand.
Doch nicht nur die Küchen hinterlassen einen guten Eindruck,
vielmehr sind es wohl die Firmenphilosophie, der nachhaltigkeitsgedanke und die Qualität, die in Erinnerung bleiben werden.
Gleich nach der Begrüßung durch den geschäftsführenden Gesellschafter Ulrich W. Siekmann geht es auf in die dreistöckige Produktionshalle: Egal wo auf der Welt eine Siematic-Küche steht, gefertigt wurde sie in dieser »E«-förmigen Produktionsstätte in Löhne.
Die drei Ebenen haben sich historisch ergeben, bieten aber viele
Vorteile. »Wir sparen uns lange Wege. In vielen Produktionen müssen teilweise kilometerlange Strecken zurückgelegt werden«, sagt Heinz-Peter Tillmann. Dies sei bei Siematic anders. Durch Aufzüge sind die Ebenen miteinander verbunden. Ein Computersystem packt Teile je nach Arbeitsschritt passend zusammen – vereinfacht ausgedrückt. »Die Arbeitsschritte
werden regelmäßig optimiert«, sagt Tillmann mehrfach.
Doch nicht nur auf das Optimieren und die Individualität werde
geachtet – auch Ressourcen sollen geschont werden. So würden die Transportwege und der Energieverbrauch so gering wie möglich gehalten. Durch Zuschnittanlagen mit Resteverwaltung werde für optimale Materialnutzung bei minimalem Verschnitt gesorgt.
Wie viele Teile und Küchen genau pro Tag gefertigt und zusammengebaut werden sei schwer einzuschätzen, sagt Tillmann. Die Aufträge seien schließlich durch die hohe Individualität sehr unterschiedlich. Derzeit sei das Unternehmen
aber sehr gut ausgelastet:»Wir haben bereits neun oder zehn
Samstage gearbeitet, auch an diesem werden wir arbeiten.« Danach geht es in die dreiwöchigen Betriebsferien.
Am Ende der Führung stößt auch Ulrich W. Siekmann wieder
zur Gruppe. »Gerne hätte ich Sie durch unsere neue Ausstellung geführt«, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. Doch die befindet sich vor den Küchenmessen noch in Umbau. Aber über die neue Produktlinie »Urban« berichtete er: Sie bestehe mehr aus freistehenden Möbeln, berücksichtige Trends wie den eigenen Kräuter- oder Gemüseanbau sowie das Zusammensein
mit Freunden in der Küche.
»Das alles haben wir in einer Linie zusammengeführt«, so Siekmann. Anschließend führt er an einigen Ausstellungsstücken noch das innere Design der Küchen vor, bevor sich die Delegierten und die Geschäftsleitung für ein Gespräch zurückziehen.