Die CDU-Fraktion Vlotho, mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Jürgen Flaake und den Fraktionsmitgliedern Walter Brand und Joachim Störmer besuchten das "Förderzentrum Federleicht" (FF) in Vlotho an der Salzuflener Straße 50. Hintergrund des Besuchs war es, nach Möglichkeiten zu suchen, die schulische Situation im Hinblick auf Integration von Flüchtlingen, Inklusion und individueller Förderung an Regelschulen zu verbessern.
Die Inhaberin und wissenschaftliche Leiterin des Förderzentrums, Kristin Flagmeier, sowie die MitarbeiterInnen im Förderzentrum, Esther Faust und Moritz Flagmeier, informierten die Kommunalpolitiker sehr umfangreich über das vorhandene Leistungsportfolio des Instituts.
Derzeit liegt der Schwerpunkt der Arbeit des FF in der individuellen Förderung (nur Einzelförderung) für Kinder mit Dyskalkulie (Rechenschwäche) oder LRS (Lese-Rechtscheib-Schwäche). Die Kunden können sich privat, über die Schule oder andere Einrichtungen an das FF wenden.
Durch die derzeitige Entwicklung hat sich ein weiterer Aufgabenbereich ergeben – Sprachförderung für Flüchtlinge jeden Alters und Entwicklungsstandes. Das Team vom FF hat ein eigenes Konzept entwickelt, welches den Flüchtlingen eine zeitnahe Eingliederung in den Schul- bzw. Arbeitsalltag ermöglicht. Es wird ein langfristiges Lernziel verfolgt, um Flüchtlingen die in unserer Region bleiben, eine gute (Aus-)Bildung zukommen zu lassen. Zusätzliche Tätigkeiten: Leseförderung (durch Lesepaten und Erweiterung von Klassenbibliotheken) an Schulen, Mathe- und Förder-/Forder-AGs an Schulen, Vorbereitung auf Abschlussprüfungen (Abitur, mittlere Reife, ...) oder Unterstützung für SchülerInnen mit kurzzeitigen Lernschwierigkeiten.
In dem Gespräch wurden weiterhin folgende Themen beleuchtet:„Integration von Flüchtlingen"
Wie ist der derzeitige Stand in Vlotho und im Kreis Herford? Welche Maßnahmen zur Unterstützung werden bereits umgesetzt? Wie kann man Flüchtlinge dauerhaft und sinnvoll integrieren? Welche Komplikationen treten im Schulalltag auf und wie kann man dem entgegenwirken? Wie könnte man ortsansässigen Schulen im Umgang mit Flüchtlingen unter die Arme greifen?
„Inklusion“
Ist wirklich jedes Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer Regelschule angemessen untergebracht? Wie sinnvoll ist es, leistungsstarke SchülerInnen dauerhaft mit der Verantwortung zu belasten, sich um ein Kind mit Schwächen zu kümmern? Wie ist der Stand an Vlothoer Schulen, gibt es so genannte „I-Klassen“? Welche Fördermöglichkeiten gibt es im Raum Vlotho?
Das FF hofft auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Vlotho und den zuständigen Ämtern. Ein Wunsch wäre eine flexiblere Gestaltung von Anträgen der betroffenen Kinder (Bildung und Teilhabe, LRS und Dyskalkulie Förderung), um besser auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können.
Als Ergebnis des Besuchs wurde festgehalten, sich auch in Zukunft weiterhin zu den angesprochenen Themen auszutauschen.