CDU-Kreisverband Herford

CDU Vlotho: Bekenntnis zur Landwirtschaft

Vizechefin der CDU-Landtagsfraktion Christina Schulze-Föcking zu Gast in Vlotho

Die Landwirte in der Region und in Nordrhein-Westfalen bewegen mit Blick auf die Landtagswahlen im Mai derzeit viele Fragen zur Zukunft ihrer Betriebe. Auf Einladung des CDU-Stadtverbandes Vlotho stand ihnen gestern die stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Vorsitzende des Bundesfachausschusses Landwirtschaft der Union, Christina Schulze-Föcking, Rede und Antwort.
Die Landtagsabgeordnete und Landwirtin aus dem Münsterland hatte eine klare Botschaft an die mehr als 60 Zuhörer aus Vlotho und Umgebung: »Wir werden uns als CDU zu den Themen Landwirtschaft und Umwelt klar positionieren. Und diese Positionen sind auch nicht mit den Grünen verhandelbar. Daher wird es, sollte es nach dem 14. Mai zu der Konstellation Schwarz-Grün kommen, einen Minister Remmel nicht geben«, beruhigte sie die Gemüter. Gerade bei den Themen »neues Jagdgesetz« und »Landesnaturschutzgesetz « hatten die anwesenden Landwirte in der an den Vortrag anschließenden Fragerunde heftige Kritik an der Politik der derzeitigen rot-grünen Landesregierung geäußert und die CDU-Haltung dazu nachgefragt. »Ist das Leben in den ländlichen Regionen immer noch lebenswert?« – zu einem Vortrag unter dieser Fragestellung hatte der CDU-Stadtverband Christina Schulze-Föcking zum politischen Frühschoppen auf Reckermanns Hof eingeladen. Neben zahlreichen Landwirten und Jägern konnte die Vlothoer Stadtverbands-und Fraktionsspitze um Uwe Werner und Julia Stute viele Ratsvertreter sowie die CDULandtagskandidaten aus den beiden Herforder Wahlkreisen, Klaus Oehler und Christian Bobka, begrüßen. Unter anderem war auch Wilhelm Brüggemann von der örtlichen Landwirtschaftsverbandsspitze nach Vlotho gekommen. Nach der Begrüßung durch den Stadtverbandsvorsitzenden Uwe Werner und durch Bernd Stute, der den Vormittag moderierte, hatte der prominente Gast aus Düsseldorf das Wort. In ihrer ein-leitenden Bestandsaufnahme zeigte sie Verständnis für die pessimistische Stimmung, die aktuell auf den Höfen des Landes herrsche. Diese sei einem frustierendem Dreiklang aus Gewinneinbrüchen bis zu 38 Prozent, einer zunehmenden überbordenden Bürokratie bei den Auflagen sowie dem zunehmendem Druck aus der Öffentlichkeit gerade beim Thema Tierhaltung geschuldet, sagte sie. »Zudem erlebe ich, dass in Düsseldorf gerade mehr über die Landwirte als mit ihnen geredet wird«, erklärte Christina Schulze-Föcking. »Was wir aber brauchen ist ein Umdenken und ein stärkeres Miteinander unter anderem im Verhältnis Politik und Landwirtschaft. Aktuelle Umfragen zum Beispiel aus dem Münsterland zeigten, dass 96 Prozent der Befragten dort ihre ländliche Region als Heimat wertschätzten. »Dies wird in Vlotho sicher nicht anders sein und das müssen wir auch stärker nach außen vermitteln«, sagte sie unter dem Beifall der Zuhörer. In ihren weiteren Ausführungen sprach die Politikerin dann verschiedene heiß diskutierte Themenbereiche an. So kündigte sie zum Thema Jagdgesetz an, dass die CDU bei einem Wahlsieg hier viele umstrittene Regelungen rückgängig machen werde. Auch beim Thema Naturschutz bedeutete sie den Zuhörern, dass weni-ger oft mehr sei. »Beispielsweise brauchen wir beim Naturschutz andere Lösungen als immer nur Flächenkompensationen. Finanzieller Ausgleich, um bestehende Naturschutzgebiete oder Industriebrachen aufzuwerten, ist als eine Alternative denkbar«, sagte sie. Außerdem sei die Branche Landwirtschaft als Wirtschaftsfaktor nicht zu unterschätzen. »NRW ist das drittgrößte Agrarland in Deutschland und die Landwirtschaft einer der größten Arbeitgeber in den Regionen.« Beim Thema Tierhaltung bescheinigte sie den Landwirten einen hervorragenden Ausbildungsstand. »Wir müssen die Verbraucher verstärkt über unser Berufsbild aufklären. Der Landwirt führt oft seit Generationen seinen Betrieb und ist mit Leib und Seele dabei.« Nur so kann wieder ein größeres Verständnis für die Branche gewonnen werden«, schloss die CDU-Spitzenpolitikerinihren Vortrag.