CDU-Kreisverband Herford

CDU Löhne: »Gemeinsam für Löhne«

Josef Hovenjürgen betont bei CDU-Jubiläum Kraft der Kooperation

Der CDU-Stadtverband hat sein halbes Jahrhundert gebührend gewürdigt, unter anderem mit einer Ansprache des Generalsekretärs der CDU in NRW, Josef Hovenjürgen. In der Feierstunde lobte der Festredner die Errungenschaften der CDU und die parteiübergreifende Zusammenarbeit. »Sie sind 1968er, das bedeutet auch, Sie mühen sich um das Fortkommen des Gemeinwesens«, knüpfte er an das Gründungsjahr des Stadtverbands an und fügte hinzu: »Kooperation ist notwendig. Das erwarten die Menschen heute von der Politik.« Mit einem Hinweis auf die aktuellen Äußerungen der AfD mahnte er: »Wir müssen aus unserer Geschichte lernen statt sie auszublenden.«
Hovenjürgen führte aus, wie auf kommunaler Ebene durch ein »dichtes Netz von Initiativen« und durch ein gegenseitiges Sich-Kennen im ländlichen Raum Bezüge wachsen und Identitäten gestärkt werden könnten: »In der Kommunalpolitik, da kennen wir die Menschen.« Der positive Lokalbezug definiere auch den vermeintlich überkommenen Heimatbegriff neu: »Wenn Heimat bedeutet, dass ich mitgestalten kann, dann entsteht eine andere Atmosphäre in der Gesellschaft.« Wo Politik solche Entwicklungen positiv begleite, wachse auch das Vertrauen der Bürger in die Politiker. Dies gelte parteiübergreifend: »Wenn ein Plan gut ist, kann man ihn unterstützen.« Damit knüpfte das Mitglied der Landesregierung an die Begrüßungsworte von Bürgermeister Bernd Poggemöller an. Hovenjürgen lobte, dass sich die Parteien unter dem Motto »Gemeinsam für Löhne« übergreifend für das Gemeinwohl einsetzten. Der faire, respektvolle Umgang miteinander sei in der Politik ein hohes Gut. »Kooperation und Konflikt, beides muss sein«, sagte Hovenjürgen. Durch Diskurs und Kompromisse finde man zu fruchtbaren Lösungen, sagte er weiter. Im Hinblick auf die Landespolitik verwies Hovenjürgen auf die jüngsten Veränderungen seit dem Regierungswechsel und zitierte ein Fortkommen in der Finanzpolitik, die erklärte Stärkung der Inneren Sicherheit und neue Ansätze in der Schulpolitik. Auch verwies er auf die fortschreitende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft, die Chancen im internationalen Wettbewerb bedeute, aber »klare Regel und ethische Maßstäbe« brauche. »Es kann nicht sein, dass der Algorithmus eines Computers entscheidet, ob ein Mensch Palliativmedizin bekommt oder nicht«, mahnte er. Vor der Festrede des CDU-Generalsekretärs hatte der Stadtverbandsvorsitzende Florian Dowe namhafte Persönlichkeiten aus der Partei gewürdigt, darunter Adolf Blomeyer als einen »Mit-Vater des Grundgesetzes« (diese Zeitung berichtete exklusiv im Vorfeld des Jubiläums) und das mit 70 Jahren Parteizugehörigkeit dienstälteste Mitglied Kurt Bake. Zufrieden blickte Florian Dowe auch auf die Entwicklung seiner Partei, die mit 15 Ratsmitgliedern größte oppositionelle Fraktion sei und sich durch ihren jungen Altersdurchschnitt auszeichne: »Da habe ich wenig Sorge für die Zukunft.« Er würdigte die gute Zusammenarbeit der Parteien in Löhne und dankte auch den Mitgliedern der anderen Fraktionen, ganz besonders auch Bürgermeister Bernd Poggemöller, für die Anwesenheit zur Feierstunde. Florian Dowe: »Das ist ein Zeichen der Wertschätzung.« Die Ansprachen zum 50-jährigen Jubiläum des CDU-Stadtverbands wurden am Montagabend umrahmt von musikalischen Einlagen des Bläserquintetts »Blech gehabt« der Städtischen Musikschule. Mit mehreren anspruchsvollen Beiträgen erfreute das Ensemble die zahlreichen Gäste sowohl im Festsaal der Musikschule als auch beim geselligen Ausklang im Innenhof.