Schlüssel für die Zukunft der Stadt
»Das aber ist der Schlüssel für die Zukunft der Stadt«, ist Klaus Oehler überzeugt: »Denn Soziales, Kultur und Sport hängen von einer funktionierenden Wirtschaft ab.«
Die Umsetzung des LEP, so Oehler, bedeutete einen Entwicklungsstopp. Das geplante Gewerbegebiet »Auf der Helle« könne nicht verwirklicht werden, obwohl dort nach dem Willen der Verwaltung bis 2030 Herfords Flächenbedarf gedeckt werden soll. Damit bliebe Herford nur noch die Flächen in den britischen Kasernen, die aber auf Grund der umliegenden Wohnbebauung nur für »nicht störendes« Gewerbe geeignet sind.
»Die Problematik im LEP liegt darin, dass neue Gewerbeflächen nur auf bestehenden Gewerbebrachen entstehen sollen. Die gibt es zwar ausreichend im Ruhrgebiet, aber nicht im gut funktionierendem Ostwestfalen«, stellte Klaus Oehler fest.
Auf das Dilemma der Landwirtschaft wies Kreislandwirt Werner Seeger seine Ratskollegen hin. Eine Ausweitung der Gewerbeflächen gehe immer zu Lasten der Landwirtschaftsbetriebe, die ja ebenfalls Teil einer funktionierenden Wirtschaft seien. Seeger erinnerte an die gelungene Ansiedlung der Geschäftsstellen der Landwirtschaftlichen Kreisverbände von Herford, Bielefeld und Lippe in Elverdissen. Damit sei dort ein echtes Agrarzentrum entstanden, das wichtige Dienstleistungen bündele.
Bürgermeister-Kandidat Klaus Oehler machte sich dieses Argument zu eigen: »Auch das ist gelungene Standortpolitik!«