Kandidaten unter Zeitdruck
Schnell noch ein Foto und dann weiter: Beim Besuch der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatten es der CDU-Spitzenkandidat in NRW für die Europawahl, Elmar Brok (2. von links), und CDU-Bürgermeisterkandidat Klaus Oehler (rechtsBrok hatte am Montagabend noch einen Auftritt in der ARD-Fernsehsendung »Hart aber fair« mit Frank Plasberg. Oehler musste abends noch in Schweicheln an einer Podiumsdiskussion teilnehmen, zu der die Gewerkschaften die Bürgermeisterkandidaten eingeladen hatten. Für kurze Grußworte fanden trotzdem beide noch Zeit.
Brok erklärte mit Verweis auf den Ukraine-Konflikt, dass Frieden und Freiheit in Europa auch heute noch keine Selbstverständlichkeit seien. »Wir sehen derzeit in der Ukraine, wie dünn das Eis ist.« Brok, der seit 1980 im EU-Parlament sitzt, warb für die europäischen Strukturen, die in den vergangenen 60 Jahren geschaffen worden sind. Er wolle, dass auch seine vier Enkel in Frieden und Freiheit aufwachsen können, deshalb sei es wichtig, am 25. Mai an der Europawahl teilzunehmen.
Wie wichtig die Verständigung in Europa, vor allem aber auch die Deutsch-Französische Freundschaft ist, darauf wies anschließend die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hin. Die EU sei Wirtschafts- und Wertegemeinschaft. Im kleinsten deutschen Flächenland seien die Vorteile der Europäischen Union unmittelbar zu spüren. »Der saarländische Einzelhandel verzeichnet durch den Euro höhere Zuwachsraten, weil auch viele Franzosen bei uns einkaufen. Außerdem pendeln täglich 14 000 Menschen aus Lothringen ins Saarland, um bei uns zu arbeiten.
In Zeiten des demografischen Wandels sind wir froh über jeden, der von außerhalb zu uns kommt«, so Kramp-Karrenbauer. Natürlich gebe es auch in ihrem Bundesland Kritik an der Politik aus Brüssel. »Wir dürfen vor lauter Mäkelei aber nicht das Große und Ganze aus den Augen verlieren.«