CDU-Kreisverband Herford

CDU für menschenwürdige Unterkunft

Gegen Containerlösung

 Der Stadtverband Herford der CDU und die CDU-Fraktion im Herforder Stadtrat geben sich mit den Erklärungen von Bürgermeister und Verwaltung zur Unterbringung kommender Asylbewerber nicht zufrieden.

Insbesondere wenden sich die Parteivorsitzende Bärbel Müller und Fraktionsvorsitzender Wolfgang Rußkamp gegen die geplante Unterbringung in Containern. "Wer sich noch an die Notunterkünfte zu Beginn der 90er Jahre erinnern kann, muss diese Lösung ablehnen", erklärte Bärbel Müller. "Die dezentrale Unterbringung war und ist der Königsweg für die bestmögliche Integration in unserer Stadt."
Die Berichterstattung des Herforder Kreisblatts zeigte gewisse Unstimmigkeiten in den Erklärungen von Bürgermeister und Verwaltung. So habe man bisher nichts von einer Abnutzung der Wohnhäuser an der Ulmenstraße erfahren. Hier interessiert sich die CDU für die Details der Mängel. Offenbar wurde diese Mängel noch von wenigen Tagen für unerheblich gehalten, da sich die Verwaltung erfolgreich um eine mietfreie Überlassung der Wohnungen gekümmert habe.
Außerdem möchten die Christdemokraten wissen, ob tatsächlich bereits Haushaltsgeräte ("Weiße Ware") angeschafft worden sei und wo sich diese Geräte nun befinden. Wolfgang Rußkamp findet es erstaunlich, dass man offenbar problemlos fünfstellige Beträge für die
Containermiete aufbringen will, während dem städtischen Haushalt ein Millionendefizit droht.
Auch der diskutierte mögliche Standort "Opel Corsmann" an der Salzufler Straße findet keine Unterstützung. "Dort leben die Asylbewerber buchstäblich am Rande", findet Bärbel Müller. Und die zuständige Grundschule Oberingstraße sei jetzt schon überfüllt. Der
geplante Baumarkt sei damit wohl auch hinfällig.
In diesem Zusammenhang will die CDU auch wissen, ob es zutrifft, dass die bisherigen Bewohner der Gneisenaustraße in die Container umgesiedelt werden sollen, um Platz für die Neuankömmlinge in den dortigen betreuten Wohnungen zu schaffen.
"Uns kommt es darauf, diesen Menschen möglichst schnell überall in unserer Stadt eine neue Bleibe zu schaffen. Das ist menschlich und kostengünstig", lautet die Forderung an die Verwaltung. Verwaltungsvorschläge in diesem Sinne würden sicher überfraktionelle
Unterstützung erfahren.